Gebäudeleittechnik (GLT): Definition
Gebäudeleittechnik (GLT) bezeichnet die zentrale Software- und Steuerungsebene, die alle technischen Gewerke eines Gebäudes in einer gemeinsamen Oberfläche zusammenführt: Heizung, Lüftung, Klima, Beleuchtung, Beschattung, Energiezähler und Sicherheitstechnik. Anders als einzelne Feldbus-Systeme wie KNX oder Modbus ist die GLT die übergeordnete Managementebene. Sie sammelt Daten, visualisiert den Anlagenzustand, alarmiert bei Störungen und ermöglicht zentrale Eingriffe.
Wofür wird eine GLT eingesetzt?
- Zentrale Visualisierung aller Gewerke auf einem Dashboard (SCADA-Ansicht)
- Alarmmanagement mit Eskalationspfaden bei Störungen oder Grenzwertüberschreitungen
- Trendaufzeichnung und Auswertung historischer Daten für die Betriebsoptimierung
- Energiemonitoring als Grundlage für Nachweise, etwa nach ISO 50001
- Terminbasierte Steuerung (Zeitprogramme, Szenen, Sonderereignisse)
GLT und klassische Gebäudeautomation
KNX, BACnet oder Modbus regeln die Kommunikation auf Feldebene: Der Sensor spricht mit dem Aktor. Die GLT sitzt eine Ebene darüber und bündelt die Datenpunkte all dieser Protokolle in einer einheitlichen Oberfläche. Ohne GLT bleibt ein Gebäude eine Ansammlung isolierter Insellösungen. Mit GLT wird daraus ein zentral steuerbares und auswertbares Gesamtsystem.
Klassische GLT und moderne, lokale GLT-Software
Viele etablierte GLT-Systeme sind herstellergebunden, lizenzkostenintensiv und auf eine Cloud-Anbindung angewiesen. Der Gegenentwurf ist eine lokale GLT-Software, die im Gebäude läuft, offene Industriestandards nativ spricht (BACnet, OPC UA, KNX IP, Modbus TCP) und ohne Cloud-Zwang auskommt. Diesen Ansatz verfolgen wir mit SkyNodeOS. Wir arbeiten aber auch mit bestehenden Systemen, mehr auf der Seite Leittechnik.
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